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Die Zukunft im nachhaltigen Büro: Einfach machen

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Illustration: Ana Galvañ

Homo Ludens und die neue Freiheit: Fünf Gedanken zum Büro – und ein Versuch, unseren Arbeitsplatz in Zukunft nachhaltiger zu denken.

„Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“

Samuel Beckett

Tipps, um Ihr Büro nachhaltiger zu gestalten

Quo vadis Büro? Wenn der Architekt nichts weiß, malt er einen Sitzsack. Oder wendet sich an einen Kollegen, der sich hoffentlich auskennt. Jetzt ist das ja mit der Zukunft so eine Sache, und nicht jeder Kollege nennt auch die notwendige Glaskugel sein Eigen. Und bei denen, die da behaupten, eine zu besitzen, ist sicher ohnehin Vorsicht angeraten. Also Vorsicht.

Und Gelassenheit. Wie Herr Beckett es empfiehlt. Fällt schwer in diesen pandemischen Tagen. Es ist aber gerade im medialen Dauerrauschen manchmal besser für leise Stellen, denn für grelle Töne zu sorgen. Eine leise Ahnung hatten wir ja schon … es kommt wie immer auch auf die handelnden Personen an.

Die Form der zukünftigen Büros wird wesentlich von drei Faktoren, bestimmt: Demografie, Bildungstrends und Veränderungen in den Lebensstilen. Die Analyse dieser Trends zeigt uns, dass die globale Belegschaft in den kommenden Jahrzehnten durch einen höheren Anteil an Frauen gekennzeichnet sein wird, durch mehr Arbeitnehmer:innen aus Schwellenländern und eine größere Vielfalt an Generationen, Kulturen und Familienmustern. In der zukünftigen Arbeitswelt werden physische Räume zunehmend mit digitalen Alternativen konkurrieren, Wissensarbeit dominiert und der Arbeitsplatz wird zu einem Vermittler, der sich auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Persönlichkeiten und Kulturen einstellt, unabhängig von Zeit und geografischem Standort.

„Jede Arbeitsplatzstrategie muss die richtige Balance von Technologien und Räumen finden, die den Menschen flexible Arbeitsumgebungen erlauben, die Vielfalt fördern, Innovationen zulassen und sowohl glückliche als auch produktive Mitarbeiter ermöglichen.“

Die Arbeitsplätze werden ein Kollektiv von virtuellen und physischen Räumen, in denen Nachhaltigkeit, Zugang zu Netzwerken, Zusammenarbeit und Innovation den Unternehmenserfolg vorantreiben. Für jede Arbeitsplatzstrategie bedeutet dies, dass sie die richtige Balance von Technologien und Räumen finden muss, die den Menschen flexible Arbeitsumgebungen erlauben, die Vielfalt fördern, Innovationen zulassen und sowohl glückliche als auch produktive Mitarbeiter ermöglichen.

Wir bewegen uns auf Organisationen zu mit offeneren Strukturen und Netzwerken, in denen sich die Grenzen von Branchen, Märkten und Unternehmen auflösen. Diese Art der Interaktion wird einen flexiblen Zugang zu Unternehmensnetzwerken benötigen. Remote Working oder virtuelle Massenzusammenarbeit als Teil eines großen Versuchsaufbaus.

Für einige Organisationen wird der Trend zu mehr mobiler Arbeit anhalten, und Fernarbeit wird auch (erhebliche?) Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen ermöglichen. Für andere wird es zur Notwendigkeit, diesem Trend entgegenzuwirken, ihn gar umzukehren. In beiden Fällen müssen die Büroumgebungen attraktiver und nachhaltiger gestaltet werden.

1. Haus und Hof

Büro? Gibt’s das noch? Jetzt wo alle zu Hause sitzen? Ja. Wollen nämlich alle wieder hin. Zumindest die meisten. Weil wir als Menschen Orte des Austauschs (Märkte?) und der Öffentlichkeit (Bühnen? Foren?) brauchen. Weil wir unsere privaten Räume eben doch nicht für alle einsehbar gestalten möchten oder können und weil die Orte der Arbeit einfach anders sind als unsere Wohnzimmer. Kontrast als Bereicherung könnte man sagen. Wie werden sie aber nun sein, diese Orte? Im Büro wie in der Politik gilt: Jede Firma hat das Büro, das sie verdient. Architektur als geronnene Unternehmenskultur.

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Das Arup-Office in Melbourne. (Foto: Arup)

Gute Architektur funktioniert eigentlich ganz einfach. Sie bietet gute Orientierung und viel Tageslicht. Gute Architektur bietet gute Räume, gute Proportionen, die richtigen Materialien und die richtigen Orte, um sich für die richtigen Dinge mit den richtigen Leuten zu treffen. Was aber heißt das fürs Office? Man kann es quasi von zwei Seiten denken. Man kann das Büro vom Schreibtisch aus denken (mikro), und man kann es vom anderen Ende aus, also von Google Maps und der Community her denken (makro). Vermutlich funktionieren beide Seiten gemeinsam am besten, die soziologische und die architektonische. Funktion und Form – Antinomien, die es räumlich zu organisieren gilt. Also Kerngebiete der Architektur.

Nicht jede Firma ist das neue Apple. Allerdings ist die Abwägung zwischen Mitarbeiterzufriedenheit, Effizienzförderung und Repräsentanz in jeweils unterschiedlichen Gewichtsanteilen eine wichtige Entscheidung, die in vielen Firmen und Organisationen daher noch von den Chef:innen getroffen wird. Auch in Zukunft. New Work, Empowerment und flache Hierarchien werden weiter ihren Weg bis ins Interieur mit den als adäquat empfundenen Ausdrucksformen finden. Auch hier gilt: Authentizität zahlt sich aus. Es reicht nicht, wie ein Start-Up auszusehen. Menschen wollen eher Ehrlichkeit – und Architektur ist nicht zuletzt Beziehungsarbeit. Es kommt natürlich auf die handelnden Personen und auf erwachsene Entscheidungen an. Die Bereitschaft zum Kompromiss und gleichzeitig jene, „etwas zu wagen“, gehören dazu. Sowohl als auch. Patchwork office.

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Sowohl als auch: Tasche, Palais de Tokyo. (Foto: Tim Ahlswede)

Der Ort, das Haus ist nicht mehr so entscheidend – organisatorisch. Jedoch bleibt seine Lage von Bedeutung, da das direkte Umfeld, die Nachbarschaft, eine wichtige Funktion für das Wohlbefinden der Menschen übernimmt.

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Mauerwerk an den S-Bahn-Bögen in Berlin. (Foto: Nathalie Ahlswede)

Anregung durch kulturellen Austausch, Lebensqualität durch kulinarische Vielfalt. Dann also Coworking-Spaces allüberall? Jein. Tatsächlich ist der Trend anhaltend. Ganze Abteilungen können örtlich ausgelagert werden, wenn es denn überzeugende strategische Überlegungen dazu gibt. Führungskräfte arbeiten inmitten ihrer Teams und machen es damit vor. Dank der Digitalisierung kann man als CEO einen ganzen (Medien-)Konzern erfolgreich mit dem Smartphone führen.

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Smarte Zentrale: Springer Berlin. (Foto: Arup/Rossmann)

2. Büromaterialien

Liebe geht durch den Magen – Büro durch den Kopf? Nein: Emotionales Denken ist zunehmend akzeptiert, ja erwünscht, und das veraltete Bild des homo oeconomicus gehört längst revidiert. Homo ludens tritt auf, das Büro wird diverser, offener, grüner, freundlicher. Und nachhaltiger durch smarte Nutzung existierender Strukturen und Anpassung an die jeweiligen Firmenbedürfnisse (Studie Arup, C2C / LC).

© 2018 by Jörg Hempel; www.joerg-hempel-com
Das Arup-Büro in Frankfurt am Main. (Foto: Jörg Hempel)

Und das, ohne jedes Mal alle Möbel neu kaufen zu müssen. Lasst die Stellvertreterkriege um Lendenwirbelstützen sein, Überregulierung ist so Neunzigerjahre. Rückenprobleme liegen oft an Verspannungen, die stressbedingt sind. Oder an Bewegungsmangel. Das nachhaltige Büro animiert deshalb zum spontanen Ortswechsel, durch räumliche Möglichkeiten und die entsprechende Kultur.

Daten und Fakten werden digital kommuniziert, Emotionen aber werden real durch die gebaute Umwelt geweckt.“

 

Der Raum ist eben wirklich. Er ist da. Virtuelle Auftritte und Markenerlebnisse werden sicher weiter zunehmen, und gerade da bekommt der reale Raum eine neue Wertigkeit. Wie riecht, wie schmeckt, wie fühlt sich meine Firma an? Für meine Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen, für meine Kund:innen und Geschäftspartner:innen. Daten und Fakten werden digital kommuniziert, Emotionen aber werden real durch die gebaute Umwelt geweckt. Der dreidimensionale Raum, die Tageslichtsituation und Geräuschkulisse ergeben ein komplexes und damit anregendes Umfeld für den Homo ludens. Nicht nur im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatte erfahren wertige, nachwachsende, recyclierte und/oder dauerhafte Materialien eine Renaissance. Einerseits: Einweg-Design und „fast fashion“ werden es immer schwerer am Markt haben. Andererseits: ein neuer Stil-Mix (Öko + Chic + Standardmöbel) und wirklich auf dem Trödelmarkt geschossene Möbelstücke (Office + Baumarkt + Home) ermöglichen einen Werkstattcharakter und machen viele Büros damit organisatorisch und gestalterisch agiler. Räumliche Freiheit, die es zu nutzen gilt.

Räumliche Komplexität muss keineswegs organisatorische Unübersichtlichkeit bedeuten, räumliche Klarheit aber kann organisatorisches Chaos bewältigen helfen. Große Firmen können nun, dank digitaler Technologien, in Teile zerlegt ohne zerschlagen zu werden. Die unterschiedlichen Organe und Glieder können sich unterschiedlich verorten – Sales hier, Compliance und HR da – und unterschiedliche Räume nutzen. Repräsentanz verschwindet nicht, aber neue kulturelle Codes erlauben mehr Regionales. Die organisatorischen „Neighbourhoods“ individualisieren sich und programmieren sich selber um, wenn gewünscht oder erforderlich. Der ganz große Open-Space-Einheitsbrei vergeht, Authentizität auch hier: Nicht alles, was Kolleg:innen einbringen wird allen gefallen, macht aber im Zweifel den Raum, das Gruppenbüro, das Team und damit die Firma besonders.

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Von jetzt bis hier. (Illustration: Arup, Tim Ahlswede, Selina Lang)

Die Individualisierung des Arbeitsplatzes mag ergonomisch voranschreiten, insgesamt aber erlaubt die reduzierte Kernzeit im Büro eine Konzentration aufs Wesentliche: Neue Sachlichkeit und Spielwiesen (das hieß früher mal „Business Club“). Neben den eher casual anmutenden Stunden im Home-Office und einer möglichen Zwischenwelt im Coworking Hub unter „meinesgleichen“ – hier teilen auf halber Strecke ihrer Arbeitswege Kompetenzcluster verschiedener Unternehmen Interessen und Nachbarschaft – könnte die Zukunft der Zentrale, des Hauptfirmensitzes durchaus wieder etwas förmlicher, feierlicher, ernsthafter und erwachsener aussehen. Ausdruck einer gewissen Wertschätzung – in beide Richtungen: angemessene Gestaltung für selbständig denkende Menschen. Architektur als Spiegel der Kultur des Unternehmens. Widerspricht dies den oben aufgezählten Attributen? Nein.

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ABC. (Illustration: Arup, Javier Soto)

In der Summe der, vereinfacht angenommenen, drei Aggregatszustände des Büros aus a) Zuhause, b) Zwischenhub und c) Classic, ergibt sich durch Hinzufügen von b) zu a) ein solches neues Bild. Und mit c) könnte sich die förmlichere Variante als wohltuender Kontrast zu mindestens a) etablieren. Emotionale Neue Sachlichkeit als Ausdruck der Professionalität. Raum fürs Machen.

Es gilt daher nun für Büros: nicht so fest und hierarchisch, weniger Macht und Repräsentanz, mehr Fläche pro Mitarbeiter:in, mehr Austausch und Spielfeld, mehr programmatische Freiheit.

3. Gartenarbeit

Denkt man das Büro von der Mikroebene, also vom Schreibtisch aus, dann fällt es vermeintlich leicht nachhaltig zu arbeiten: Ökostromvertrag, sowohl in der eigenen Firma als auch beim externen Cloudserver, und fertig. Standard-Möbel aus zertifizierter Produktion, langlebigen Materialien und zeitlos gestaltet. Am besten C2C oder wiederaufgearbeitet. Elektronikschrott in die richtige Tonne und gut? Gerade auch hinsichtlich unserer diversen kleinen Helferlein sollte uns der Suffizienz-Gedanke leiten: Was wir nicht wirklich brauchen, lassen wir von vornherein weg. Tageslicht und lebendiges Grün, Wasser und frische Luft – dies sind wirklich wichtige Zutaten eines nachhaltigen Arbeitsplatzes. Und organisatorisch und architektonisch relativ leicht zu integrieren – eine kluge Investition in die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Wellbeing statt Dienstwagen.

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Koordinatensystem. (Illustration: Arup, Tim Ahlswede, Selina Lang)

Denkt man das Büro von der Makroebene, also vom Gesellschaftlichen aus, dann gefällt uns der Gedanke, dass wir in Zukunft freier und selbstständiger sein können, auch ohne Dienstwagen. Eine Verkehrswende vorausgesetzt. Bezahlbarer Wohnraum in Ballungsgebieten ist dazu sicherlich ein Thema auch über den nächsten Bundestagswahlkampf hinaus. Das hat Sprengkraft und sprengt hier den Rahmen. So bleibt es also vorerst zwar bei Lage, Lage, Lage; jedoch können aufgrund von neuen Technologien und geänderten ästhetischen Vorstellungen Büros auch sehr gut in umgenutzte Gebiete und Zwischenorte integriert werden. Umbauen, weiterbauen, draufbauen und mittenreinbauen; leicht und luftig. Mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen „Neues“ selbstbewusst hinzufügen und altes, schweres Gemäuer weiter in Würde betreiben. Unorte, Monostrukturen, Achtzigerjahrepaläste können mit Farbeimer, intelligenten zweiten Häuten und wirklichem „Greening“ in lebenswerte Quartiere transformiert werden. Einfach trauen. New Work drückt sich vielleicht am besten so aus: Ein Büro ist erstmal ein Büro. Und danach wird es zu unserem Büro, und wie das aussieht, bestimmen wir. Vielleicht ändern sich später Dinge, und da ist es gut, wenn man nicht dauernd zu viel über Bord werfen muss – Innovation, ohne permanent Sondermüll zu produzieren. Dazu braucht es Orte und Räume, die immer wieder neu programmiert werden können, ohne ihre (unsere) Identität einzubüßen.

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Ein Haus ist ein Haus ist eine Stadt: Jewel Changi Airport, Singapur. (Foto: Arup)

4. Werkstätten

„… vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße; mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn …“

Kurt Tucholsky, 1927

Womit wir beim Gedanken der Werkstatt wären. Der Ort der praktischen Vernunft, im Grünen und in der pulsierenden Metropole. Konzepte des Design Thinking und Human Centered Design prägen Bewegungen wie New Work und damit die Firma und das Büro der Zukunft. In Zeiten der Zersiedelung, oder, anders formuliert, in Zeiten der räumlichen Diversität bekommen das Machen, das Zusammensein, das gemeinsame Lernen und voneinander Abschauen eine neue wichtige Bedeutung. Das Werkstatt-Konzept erlaubt diese Form des Arbeitens, des Abfärbens, zumal mit zunehmender digitaler Unterstützung. Die Bedeutung der Arbeitskultur einer Firma wird so intern erlebbar und – wenn die Kunden „mal reinschauen“ – auch extern erklärbar: durch räumliche Erfahrung. Der Vorteil kann in einem einfachen Versuchsaufbau liegen. Versuch und Irrtum („Fahren auf Sicht“) als große Chance der permanenten Veränderung zum Besseren ohne zu hohen Kostenaufwand. Es wird nichts weggeworfen. Es wird umgeräumt und getauscht, innerhalb der Organisation oder außerhalb mit Verbündeten, Partnern, dem Netzwerk. Die Einbeziehung des Außenraums – das Arbeiten im Grünen –, wo immer organisatorisch und klimatisch möglich, wird im Büroalltag eine wachsende wichtige Rolle einnehmen. Ad-hoc-Treffen in externen halböffentlichen Räumen, zum Beispiel im Kulturbetrieb nebenan, erweitern das eigene Büro. Umgekehrt werden firmeneigene Flächen wie das Erdgeschoss oder die Topetage einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Chancen für Austausch und Begegnung für die Mitarbeiter:innen und Mitbürger:innen, der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus und Ausdruck einer Kultur.

5. Freiheit

Die Chancen, die sich gerade jetzt in der post-pandemischen Phase bieten, das Büro neu zu denken, sind enorm. Digitale Revolution, New Work, Post-Materialismus und Diversity; dazu Energie- und Mobilitätswende und Stadtflucht.

Ein Büro ist zuerst einmal ein Büro. Tische, Stühle, Kaffeemaschine und Wasserspender – ein Ort für Menschen, die im Idealfall dort das tun können, was sie wirklich wirklich tun wollen. Ein Ort für sinnvolle Arbeit. Ein Ort der Freiheit.

JACQUES TATI, PLAYTIME, 1967
So nicht mehr: Jacques Tati, Playtime, 1967. (Foto: Allstar Picture Library Ltd./Alamy Stock Foto)

Dies mag manche fordern. Aber ein hohes Maß an Selbstständigkeit im Sinne von erwachsenen Entscheidungen und Beteiligung und Mitsprache zum Wohle meiner Firma wird sich in der Gestaltung meiner Umwelt manifestieren. Dies fördert dann ernsthaftes Design im Sinne von „wohlüberlegt“ – was nicht zwanghaft gedämpfte Neoklassik allerorten bedeuten muss, aber in der Regel infantile Gimmicks beschränkt. Die Chefs arbeiten inmitten der Mitarbeiter. Individuellen Eigenarten und Fähigkeiten werden wir (organisatorisch) Raum geben müssen, um Talente zu fördern und zu binden.

Das Büro kann eine Kantine sein. Oder ein ehemaliges Schwimmbad. Es kann in der Metropole sein. Oder in Taunusstein. Das gute Büro betont die Gemeinsamkeit. Es lenkt nicht ab von der wesentlichen Arbeit, fördert eine Kultur des ernsthaften Spiels – und lässt den Leuten die Freiheit einfach mitzumachen.

Literaturhinweise
  • Sennet, R.: Der flexible Mensch, Berlin, 1998
  • Reckwitz, A.: Die Gesellschaft der Singularitäten, Berlin, 2017
  • Beck, U.: Die Risikogesellschaft, Frankfurt/M., 1986
  • Lotter, W.: Innovation, Streitschrift für barrierefreies Denken, Hamburg, 2018
  • Heilmeyer, F. / Muck, P. (Hg.): Reduce / Reuse / Recycle, Berlin, 2012
  • Gehl, J.: Städte für Menschen, Berlin, 2015
  • Jocher, T. / Loch, S.: Raumpilot Grundlagen, Stuttgart, 2012
  • Gasser, M. / zur Brügge, C. / Tortkovic, M.: Raumpilot Arbeiten, Stuttgart, 2012
  • Maak, N.: Zur Sonne, zur Freiheit, zum Schreibtisch! in FAZ Quarterly 01/2021
  • Baunetzwoche #579 Hoffnung Holz
  • Steelcase: 360° Global Report 2021
  • Arup: Transform & Reuse: Low Carbon Futures for Existing Buildings, London, 2021
  • Arup: Cities Alive: Green Buildings Envelope, Berlin 2016
  • Arup: Foresight „Living Workplace“, London, 2014